Huskies siegen in Frankfurt – 6:4

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Foto: Diekmann

Die Wartezeit war eigentlich viel zu lang. Zum ersten Playoff-Viertelfinale reisten die Kassel Huskies am Dienstag zu den Löwen Frankfurt. Mit Markus Keller im Tor und den wieder genesenen Mike Little und Thomas Merl ging es in die Partie. Neben den Langzeitverletzten Michael Christ und Manuel Klinge fehlte zudem Evan McGrath als überzähliger Ausländer.

Jedoch konnten auch die Gastgeber aus der Mainmetropole nicht aus den Vollen schöpfen. Als fünfter Ausländer pausierte Wade MacLeod, zudem standen neben Stürmer Martin Schymainski auch die schon länger verletzten Torhüter Florian Proske und Hannibal Weitzmann nicht zur Verfügung. Verteidiger Dominik Tiffels weilte bei den Kölner Haien.

Die Anfangsphase gehörte klar den Löwen, die die Huskies mit Dauerdruck entgegentraten. Nach vier Zeigerumdrehungen rettete für den bereits geschlagenen Markus Keller noch der Pfosten, in der achten Spielminute musste er den Puck aber gleich zwei Mal aus dem Netz holen. Zunächst traf Tim Schüle in Überzahl zum 1:0, wenige Sekunden später markierte Valentin per Rückhand sogar den zweiten Treffer.

Im zweiten Teil des ersten Abschnitts erarbeiteten sich die Huskies gegen passivere Löwen aber optische Vorteile und hatten vor allem bei eigener Überzahl mehrmals den Anschluss auf dem Schläger. Antti Karjalainen behielt im Gewühl nach 13 Minuten aber genauso den Überblick wie gegen Meilleur nach schöner Kombination über Carciola und Neal (14.) sowie (erneut) Meilleurs Drehschuss (18.) und Reiss‘ Schlagschuss eine Minute vor der ersten Sirene.

Den fälligen Anschlusstreffer holten die Schlittenhunde aber nach zwei Minuten im Mittelabschnitt nach. Adriano Carciola traf in Überzahl per Rückhand aus kurzer Distanz zum 2:1.

Die Löwen waren jedoch um eine schnelle Antwort nicht verlegen. Liesegang verwertete eineinhalb Minuten später einen Rebound zum 3:1 und stellte damit den alten Abstand wieder her. Bis zur 30. Minute sahen die anwesenden Fans ein tolles Playoff-Spiel mit Großchancen auf beiden Seiten. Della Rovere nach schönem Solo und Carciola über rechts für Kassel sowie Stretch
und Pistilli in Überzahl ließen diese Chancen aber liegen. Nachdem auch Clarke Breitkreuz bei seinem Alleingang an Keller scheiterte (30.), nahm sich das Spiel eine Verschnaufpause von fünf Minuten.

Bis zur zweiten Sirene überschlugen sich aber die Ereignisse nochmal. In der 36. Spielminute schlugen die Huskies wieder zu. Adriano Carciola eroberte den Puck von Nils Liesegang, scheiterte mit seinem Schlagschuss zwar an Karjalainen, den Rebound drückte Braden Pimm aber zum 3:2 über die Linie. Zwar antworteten die Löwen zwei Minuten danach durch Jarrett in Überzahl, sein Schuss fälschte ein Kasseler unglücklich ab. In der Schlussminute des zweiten Drittels nutzte Klöpper einen Meilleur-Querpass aber zum 4:3-Pausenstand. Per Bogenlampe flog der Puck über Karjalainen hinweg ins Tor.

In der 45. Spielminute glichen die Huskies das Spiel zum 4:4 aus. Vorausgegangen war dem eine starke Druckphase, die Gron nach herrlichem Little-Querpass mit dem Torerfolg krönte.

Die Löwen zeigten sich anschließend aber alles andere als geschockt und fanden wieder den Vorwärtsgang. Auf Basis des starken Markus Keller, der gegen Dronia und Brett Breitkreuz mit starken Paraden den erneuten Rückstand verhinderte, überstand Kassel diese Phase aber. Acht Minuten vor Schluss konterten sie über Pimm und Carciola, der Stürmer mit der Nummer 29 blieb im Abschluss aber an Karjalainens Fuß hängen. Besser machte es Stefan Della Rovere drei Minuten später: Kevin Maginot, der heute als zwölfter Stürmer auflief, eroberte hinter dem Tor den Puck und leitete ihn auf Lambacher weiter, der direkt Della Rovere erfolgsbringend bediente.

5:4 für die Huskies, die nun kurz vorm Sieg standen. Frankfurt versuchte es zum Schluss mit leerem Tor und sechstem Feldspieler, was aber nur die Schlittenhunde zu nutzen wussten. Matt Neal traf ins leere Tor und sorgte dafür für den 6:4-Endstand aus Kasseler Sicht.

Rico Rossis Maßnahme, mit komplett neuen Sturmreihen ins Spiel zu gehen, machte sich somit bezahlt, denn alle vier Formationen trugen sich am heutigen Abend in die Torschützenliste ein.

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