Bombenfund in Westendstraße: Erfolgreich entschärft, Evakuierung aufgehoben

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In der Westendstraße in Kassel wurde am Montagvormittag bei Bauarbeiten eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes des Regierungspräsidiums Darmstadt haben die amerikanische Fliegerbombe erfolgreich entschärft. Ab dem Nachmittag mussten die umliegenden Wohnhäuser evakuiert werden. Der Bereich zwischen Wilhelmshöher Allee, Goethestraße, Kölnische Straße und Karthäuser Straße wurde als Sicherheitsbereich gesperrt. Davon betroffen war auch der Straßenbahnverkehr auf der FriedrichEbert-Straße und der Wilhelmshöher Allee, der während der Entschärfung des Blindgängers eingestellt worden war.

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Danke an die Einsatzkräfte von Polizei, Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr, den Katastrophenschutzeinheiten des ASB, DRK und Johannitern für ihr großes Engagement, sagen Oberbürgermeister Christian Geselle und Ordnungsdezernent Dirk Stochla. „Sie haben trotz hoher Temperaturen und langer Einsatzzeit tolle Arbeit geleistet. Die Verantwortlichen hatten die Situation im dicht bebauten Viertel Vorderer Westen jederzeit im Griff. Sie haben durch vorbildliche Zusammenarbeit und den professionellen Einsatzverlauf die logistischen Herausforderungen reibungslos gemeistert. Vielen Dank für Ihren Einsatz!“

Die amerikanische Fliegerbombe mit zwei Zündern war heute früh bei Erdarbeiten auf einer Baustelle entdeckt worden. Sie war 125 Kilogramm schwer und enthielt knapp 60 Kilo Sprengstoff. Die Bombe hatte zwei Zünder. Da sie bei den Bauarbeiten bewegt worden war, musste sie noch am heutigen Montag entschärft werden. Sofort nach dem Fund des Blindgängers war der unmittelbare Bereich rund um die Baustelle abgesperrt worden.

Die Behörden legten dann in Absprache mit den Experten des Kampfmittelräumdienstes einen Sicherheitsbereich mit einem Radius von 300 Metern fest. Innerhalb dieses Bereichs durfte sich während der Entschärfung niemand im Freien aufhalten. Die Anwohner wurden unter anderem mittels Lautsprecherdurchsagen der Polizei aufgefordert, in ihren Wohnungen zu bleiben und die Fenster zu meiden. Nur die Häuser in unmittelbarer Nachbarschaft zum Fundort des Blindgängers mussten evakuiert werden. Betroffen waren Gebäude in der Westendstraße, der Motzstraße, der Friedrich-Ebert-Straße und im Königstor. Dort waren etwa 360 Menschen gemeldet.

Für die Evakuierten wurde in der Turnhalle der Albert-Schweitzer-Schule in der Kölnischen Straße eine Betreuungsstelle eingerichtet. Dort wurden von Helfern der Betreuungszüge des Katastrophenschutzes 28 Personen betreut und versorgt. Zwölf Menschen konnten ihre Wohnung nicht ohne Hilfe verlassen. Sie wurden von den Einsatzkräften der Feuerwehr sowie der Sanitätszüge mit Fahrzeugen abgeholt.

Der gesamte Bereich war ab etwa 15 Uhr großräumig abgesperrt. Die Evakuierung der unmittelbaren Nachbarhäuser verlief problemlos. Schwierigkeiten bereiteten der Einsatzkräften jedoch Fußgänger und Radfahrer, die immer wieder im abgesperrten Bereich auftauchten. Die Polizei musste mehrfach die Straßen mit Lautsprecherfahrzeugen abfahren, bevor um 18.25 Uhr der Sperrbereich gesichert gemeldet wurde und der Kampfmittelräumdienst mit seiner Arbeit beginnen konnte.

Innerhalb von etwa 20 Minuten hatten die Experten die beiden Zünder gelöst. Möglich war die schnelle Entschärfung, da ein Lösemittel den Nachmittag über auf die Zünder eingewirkt hatte und sich diese dann problemlos aus der Bombe herausdrehen ließen. Umgehend nach der erfolgreichen Entschärfung wurden die Absperrungen aufgehoben. Die Evakuierten konnten in ihre Wohnungen zurückkehren und auch die KVG nahm den Straßenbahnverkehr wieder auf.

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