Von Narren und Königen – Schandmaul begeistern in Kassel

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Zahlreiche Fans feierten am Dienstagabend im 130bpm zu den Klängen der Folkrock-Band Schandmaul. Das Konzert war ursprünglich bereits im Februar angesetzt, musste aber wegen Erkrankung verschoben werden.

Das monatelange Warten der etwa 750 Besucher hatte sich gelohnt. Spielfreudig und gut gelaunt begeisterten die Bayern vom ersten Takt an. Der Funke sprang schnell zum Publikum über – Lieder wie „Der Hofnarr“, „Heute bin ich König“ und „Teufelsweib“ wurden nahezu textsicher mitgesungen. Letzteres sei bereits 20 Jahre alt, kommentierte Frontmann Thomas Lindner. Nächstes Jahr feiert die Band ihr 20-jähriges Jubiläum. Dass Anna Katharina Kränzlein Schandmaul verlassen hatte, um neue Projekte wahrzunehmen, erklärte der Sänger innerhalb einer kurzen Vorstellungsrunde. Sie wurde von Saskia Forkert von Trio Ganaim und Jessica Kondermann, die bereits mit Support „Krayenzeit“ auf der Bühne stand, ersetzt.

Lustige Spielmannslieder, tiefe Gefühle und nachdenkliche Songs – das alles zählt zum mittlerweile neun Alben umfassenden Repertoire. Mit Witz und Charme führt Barde und Geschichtenerzähler Thomas Lindner durch die wunderschöne Komposition aus alten und neuen Klängen, die sich bei Schandmaul neben Gitarre, Bass und Schlagzeug auch aus dem Zusammenspiel von klassischen Instrumenten wie Violine, Dudelsack, Drehleier und Flöte verweben.

Gesellige Lieder wie „Der Teufel hat den Schnaps gemacht“ haben ebenso ihren festen Platz im Programm der Herbst-Tour wie klare Botschaften für Freiheit und Toleranz. Eine davon unterstreicht die Gruppe mit „Bunt und nicht braun“ und erntet Beifallstürme.

Nach packenden Geschichten, vielen emotionalen Momenten und zwei Zugaben bleibt ein dankbares Publikum. „Es war uns ein Fest. Kommt bald wieder nach Kassel, Schandmaul!“ Tosender Applaus.

Veranstaltet wurde das Konzert von 2BC-Events.

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