Georg-Stock-Platz soll vielfältig nutzbar werden

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„Dank des Engagements der Bürger und Bürgerinnen sind wir auf unserem Weg, im Rahmen des ISEK ein tragfähiges Konzept für den Georg-Stock-Platz zu erarbeiten, ein gutes Stück vorangekommen.“ Dieses Resümee hat Stadtbaurat Christof Nolda nach dem jüngsten öffentlichen Workshop zur Zukunft des rund 5000 Quadratmeter großen Areals an der Ecke Kohlenstraße/Kirchweg in Wehlheiden gezogen. Dabei wünschte sich die Mehrheit der rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen vielfältig nutzbaren Stadtteilplatz, der durch eine moderate Teilbebauung städtebaulich gestärkt werden sollte.

Der Georg-Stock-Platz – derzeit gesperrt, weil sich im Erdreich Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg befinden könnten – stellt im Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) für den „Alten Ortskern Wehlheiden“ ein eigenständiges Handlungsfeld dar. Auf Basis der Vorschläge, die aus einer Ortsbegehung und der Ideenwerkstatt Anfang Juni resultierten, hatten die Planer der kooperierenden Büros NH ProjektStadt und f5+ landschaftsarchitekten sechs Entwicklungsvarianten erarbeitet. Clemens Exner und Landschaftsarchitekt Michael Herz von foundation 5+landschaftsarchitekten stellten diese Entwürfe vor, die die Einwohnerinnen und Einwohner – auch anhand eines Modells – dann in Augenschein nahmen, Fragen stellten und diskutierten. „Die Bürger haben von dieser Möglichkeit regen Gebrauch gemacht“, stellte Karolin Stirn von der NH-ProjektStadt, innerhalb des ISEK-Teams zuständig für Moderation und Beteiligung, fest: „Das zeigt einmal mehr, wie intensiv sie sich bei diesem Prozess einbringen und wie sehr ihnen die Zukunft des Platzes am Herzen liegt.“ Abschließend gab es für die konsensfähigste Variante ein Votum der Bürgerschaft, welches die Ergebnisse der Ortsbegehung im Juni bestätigte.

Im bisherigen Beteiligungsprozess waren viele unterschiedliche Ansätze auf den Tisch gekommen. Themen waren etwa der Bau bezahlbaren Wohnraums, ein Treffpunkt für Jugendliche, ein Stadtteilplatz mit großer Aufenthaltsqualität für Jedermann, aber auch – wie bisher – die Nutzung als Veranstaltungsort für die Kirmes. Die Bürger und Bürgerinnen sprachen sich für öffentliche Bereiche mit Sitzbänken aus, wünschten sich ein Café, Grillplätze oder die Möglichkeit, in den Abend-, Nacht- und frühen Morgenstunden ihr Auto abstellen zu können. „Wichtig war vielen auch, dass der Georg-Stock-Platz nicht in Konkurrenz zum Wehlheider Platz tritt“, so Clemens Exner.

Das Integrierte Entwicklungskonzept ist Voraussetzung für die Aufnahme in das Förderprogramm „Aktive Kernbereiche Hessen“, mit dem das Land Hessen die nachhaltige Entwicklung Hessischer Innenstädte und Ortskerne unterstützt. Innenstädte attraktiv zu machen, ihre Infrastruktur und Vielfalt an Einzelhandel, Gastronomie sowie sozialen und kulturellen Angeboten zu stärken – das ist das Ziel des Programms. Das ISEK soll dafür städtebaulichen Entwicklungsperspektiven der nächsten Jahre definieren und einzelne Schritte dahin vorschlagen. „Wir sind zuversichtlich, dass es durch die Bündelung vieler Kräfte und dank des großen Einsatzes der Menschen vor Ort gelingen wird, den Georg-Stock-Platz so zu gestalten, dass er vielfältig nutzbar und eine Bereicherung für Wehlheiden sein wird. Ein Rahmen dafür wurde entworfen. Diesen gilt es nun, durch ein Wettbewerbsverfahren zu qualifizieren“, sagte Stadtbaurat Nolda abschließend.

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